Fundulopanchax gardneri mamfensis (RADDA), 1974

Weibchen

Vorkommen und Geschichte

Das Verbreitungsgebiet von Fp. g. mamfensis liegt in der Mamfe-Tiefebene in West-
Kamerun. Dort werden Gebiete des Regenwaldes in der Umgebung von Eyomoyok
bis südlich und östlich vom Bachuo Akagbe bewohnt. Die Terra typica liegt drei
Kilometer südlich von Bachuo Akagbe, an der Straße nach Manyemen. Hier
sammelte Radda in einem Bach nahe der Mündung in einen größeren Fluss am
12.01.1971 die Typen.
Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre war ein KiIli unter der Bezeich-
nung Aphyosemion „Besongabang“ im Hobby verbreitet. Diese Bezeichnung bezog
sich auf den Fundort in der Mamfe-Tiefebene. Bei den Expeditionen 1970 und 1971
fing Dr. Radda zwei Stämme von Fp. gardneri, die er als Subspezies Nr. 1 und
Subspezies Nr. 2 bezeichnete. Subsp. Nr. 1 fand er im Mamfe-Besongabang-Gebiet,
so dass er diese Form 1974 als Aphyosemion gardneri mamfense beschrieb.
Subsp. Nr 2: siehe Fp. g. lacustris.

Beschreibung

Männchen: Von der grünen Grundfarbe heben sich auf dem Vorderkörper rote
Punktreihen klar ab, die bei einigen Populationen zur Caudale in senkrecht
angeordneten Flecken übergehen. Anale, Dorsale und Caudale sind von grüner
Grundfarbe und rot gefleckt. Die Dorsale zeigt einen weißblauen Saum, während
 die Caudale halbkreisförmige rote Bänder trägt, die weißblau gesäumt sind.
Die Schwanzflosse kann kurze Zipfel bilden.
Weibchen: Schlicht graubraun mit größeren dunkelroten Flecken auf dem
Schwanzstiel.

Haltung und Zucht

Im Prinzip wie Fp. g. gardneri. Zur Haltung stellen diese Prachtkärpflinge an das
Wasser keine besonderen Ansprüche. Eine erfolgreiche Zucht gelingt jedoch nur in
weichem Wasser mit geringer Karbonathärte. Zuchtansätze mit Paaren oder Trios
sind in der Regel erfolgreicher als die Zucht mit Gruppen.
Bei Versuchen wurde Torfmull einem schwimmenden Mop als Laichsubstrat
vorgezogen. Auch werden am Boden liegende Mops häufiger frequentiert als
schwimmende. Die Lagerzeit der Torfansätze liegt bei vier Wochen.

Fp. g. mamfensis “Ossing”

Besonderheiten

Die Unterart ist nicht so raschwüchsig wie Fp. g. nigerianus und bleibt mit fünf
 bis sechs cm Länge unter dessen Größe.
Von der Population „Ossing“ sind, wie bei Fp. g. nigerianus gelbe und blaue
Männchen bekannt. Jedoch scheint bei Fp. g. mamfensis der blaue Typ dominant
zu sein. Färbung und Zeichnung weichen merklich von den vorherigen Arten ab
und erinnern an Fp. mirabilis, dessen Verbreitungsgebiet sich östlich anschließt.

Vorkommen von Fp.g. mamfensis.

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Fp. g. mamfensis “Ossing gelb”