Die Lebensräume der Fundulopanchax gardneri - Gruppe
Die Savanne
Die verschiedenen Vegetationsformen der Savanne bilden den Übergang vom
Regenwald zu den trockeneren Wüstengebieten. Die Savanne hängt viel stärker als
der Wald von den örtlichen Klimaverhältnissen ab. Die Höhenlage und das
Vorhandensein großer Flüsse spielen eine wichtige Rolle. Der Regenfall ist in diesen
Gebieten stark jahreszeitlich abhängig. Es gibt eine Regenzeit und eine Trockenzeit,
welche großen Einfluss auf die ständig vorhandenen Gewässer und in noch
größerem Maße auf Gewässer mit Saisoncharakter haben.
Wo Savannengürtel den Regenwald unterbrechen sind sie für die jahreszeitlichen
Schwankungen im Wasserhaushalt der Wälder bestimmend. In solchen Gebieten
haben diese Prachtkärpflinge ihren Lebenszyklus an die Gegebenheiten angepasst.
Populationen aus ständig vorhandenen Gewässern zeigen eine genauso gute
Anpassung wie Fp. gardneri aus Gewässern mit Saisoncharakter. Bei den ersteren
konzentriert sich die Fortpflanzung auf die nasse Jahreszeit, wenn das größere
Futterangebot gute Überlebenschancen für den Nachwuchs bietet. Fische aus teil-
oder zeitweise austrocknenden Gewässern sind bei der Vermehrung noch stärker
an die Regenzeit gebunden. Eine neue Generation kann erst wieder mit den
einsetzenden Regenfällen schlüpfen und einen weiteren Lebenszyklus beginnen.

Paar von Fp. g. nigerianus “Jos Plateau”
Der Regenwald
Der tropische Regenwald bietet den dort lebenden Formen ganzjährig einen ziemlich
gleich bleibenden Lebensraum. Die Regenfälle sind über das ganze Jahr auf mehrere
Regenzeiten verteilt. Die
Temperaturunterschiede sind gering und durch den starken
Pflanzenwuchs sind Verdunstung und Lichteinfall vermindert. Die Feuchtigkeit in
dieser Umgebung ist sehr hoch, wodurch der Bewuchs noch gefördert wird. Die
regelmäßigen Regenfälle ließen Flusssysteme und Sümpfe entstehen. Durch die
Regenfälle und die den Untergrund schützende Humusschicht finden wir hier sehr weiches Wasser mit einer Gesamthärte von meist unter einem Grad vor.
Der pH-Wert liegt mit 5 bis 7 im leicht sauren bis neutralen Bereich. Die Wasser-
temperaturen liegen bei 22 bis 25°C, in küstennahen Gebieten können sie auch höher
sein. In den Randgebieten des Waldes oder dort, wo er bereits vernichtet wurde,
können die Regenfälle seltener werden und Trockenzeiten vorkommen. Im
allgemeinen lassen sich die Lebensräume von Fp. gardneri nicht schematisieren.
Diese Killis sind sehr anpassungsfähig und können die unterschiedlichsten Biotope
bewohnen.

Paar von Fp. g. nigerianus “Akure”