Die Haltung
Mit wenigen Ausnahmen eignen sich alle Paraphyosemion vorzüglich zur
Haltung im Gesellschaftsbecken. Um die Formen von Fp. gardneri untereinander
oder mit verwandten Arten erfolgreich zu vergesellschaften, sind einige
Grundregeln zu beachten:
1. Nicht zu kleine Becken benutzen. Die Kantenlänge sollte 80cm nicht
unterschreiten.
2. Die Bepflanzung muss dicht, unübersichtlich und nicht sehr lichtbedürftig sein.
Auf Steinen gebundenes Javamoos, Bolbitis und Anubias eignen sich vorzüglich.
Zur Dämpfung des Oberlichts ist eine Schwimmpflanzendecke angebracht.
Als Bodenbelag ist Lavalit dem allgemein üblichen Kies vorzuziehen.
Ein Killifisch-Aquarium ist immer dann richtig eingerichtet, wenn nur beim
Füttern der gesamte Besatz zu sehen ist. Zur Haltung stellen diese Pracht-
kärpflinge an das Wasser keine besonderen Ansprüche. Bei hoher Gesamthärte
und pH Werten von 7 bis 8 reicht die Filterung über Torf aus um die Werte auf
ein erträgliches Maß zu senken. Die aus dem Torf ausgespülten Huminstoffe
färben das Wasser leicht gelblich und tragen sehr zum Wohlbefinden der Fische
bei. Nach vier Wochen ist der Torf ausgelaugt und muss gewechselt werden.
Gleichzeitig sollte ein Teilwasserwechsel durchgeführt werden. Hierbei kann
die Hälfte des Wassers ausgetauscht werden. Wasserwerte von 5 bis 10° dGH,
pH 6,5 bis 7,5 und 23°C können als ideal bezeichnet werden. Als Futter kann
Lebend-, Frost- und auch Flockenfutter gereicht werden. Um einer Verfettung
der Alttiere vorzubeugen, sind sparsame Futtergabe und ein oder zwei Hungertage
in der Woche empfehlenswert.
3. Alle Fische sind gleichzeitig einzusetzen. Werden Fische nachgesetzt, so muss
der vorhandene Bestand vorher gut gefüttert werden. Die Neulinge kennen sich
im neuen Lebensraum noch nicht aus und drücken sich häufig in den Aquarien-
ecken. Dies wird von den eingewöhnten Tieren als Schwäche angesehen. Alle
Fische die krank oder schwächlich wirken, werden attackiert. Mit vollem Bauch
sind die eingelebten Fische wesentlich weniger aggressiv und die Chancen der
Neuen steigen erheblich. Als Beifische eignen sich nicht zu kleine Salmler genau
so gut wie Hechtlinge. Fische mit Wackelschwänzen und wehenden oder
flatternden Flossen haben in einem Killi-Becken nichts zu suchen. Solche Flossen
üben einen starken Reiz aus und werden deshalb abgebissen. Aus diesem Grund
klagen Aquarienfreunde häufig, dass Killis und eben Fp. gardneri aggressiv seien
Es können nicht alle Zierfische wahllos mit einander vergesellschaftet werden.
Teilansicht eines Schaubecken für Killifische.
Haltung im Artenbecken und Zuchtgruppen
Bei der Haltung im Artenbecken werden nur Fische einer Population
zusammengesetzt. Das Aquarium wird mit Pflanzen in Töpfen oder mit aufgebun-
denen Pflanzen eingerichtet. Die Größe wird bei 20 bis 50 Litern Inhalt liegen. Um
die Fische nicht zu sehr zum Laichen zu verleiten wird bewusst auf das
Einbringen einer Bodenschicht verzichtet. Das Ablegen weniger Eier an den Pflanzen hält die
Killis aktiv, ohne sie zu schwächen. In solch einem Becken können drei bis vier
Männchen und bis zu zehn Weibchen einer Population gehalten werden. Soll nun
mit diesen Fischen gezüchtet werden, können Paare oder Trios gesondert ange-
füttert und zur Zucht angesetzt werden. Schließlich ist auch die Zucht mit der
ganzen Gruppe möglich, doch davon später.
Paare und Trios
Sehr oft wird die Haltung von Paaren oder Trios (ein Männchen, zwei Weibchen)
in ca. 10 Litern fassenden Becken praktiziert. Bei gut harmonierenden Fischen ist
dies möglich, ohne das die Weibchen Schaden nehmen. Als Einrichtung reicht eine
Handvoll Fasertorf oder Javamoos.
Wenn zwei oder drei Weibchen zum Männchen gesetzt werden, kann es zu
Streitigkeiten unter den Weibchen kommen. Um das schwächere Tier nicht zu
verlieren, muss es entfernt werden. Oft werden solche Verluste dem meist
unschuldigen Männchen zugeschrieben.

Blick auf einen Teil meiner Anlage